Archiv für April 2011

Die Beteiligungsgesellschaften Quadriga Capital und Barclays Private Equity haben nach monatelangen Verhandlungen den Verkauf von Jack Wolfskin gestoppt. Offenbar war der Outdoorspezialist den Bietern zu teuer.

Die Gesellschafter wollten den Outdoorspezialisten “angesichts seiner sehr dynamischen Geschäftsentwicklung vorerst nicht” veräußern, teilten Quadriga und Barclays Private Equity (BPE) mit. In Finanzkreisen hieß es, dass niemand den geforderten Preis zahlen wollte.

Deswegen habe sich zuletzt auch Milliardär Günter Herz mit seiner Holding Mayfair zurückgezogen. Für die Eigner und die von ihnen beauftragte Investmentbank Morgan Stanley ist dieser Ausgang eine schwere Panne. Neun Monate lang hatten sie getrommelt, um einen möglichst hohen Preis für die seit Jahren mit zweistelligen Prozentsätzen wachsende und hoch profitable Firma herauszuholen. In Finanzkreisen gilt es deshalb als unwahrscheinlich, dass die Investoren noch 2011 einen weiteren Anlauf starten.

Entgegen allen Gerüchten hatten weder Adidas noch Puma für Jack Wolfskin geboten. Auch die Markenholding VF Corporation ist seit Längerem ausgeschieden, wie es in VF-Kreisen hieß. Zuletzt galt Tchibo-Erbe Herz als Favorit. Früheren Angaben zufolge wollten die Eigner mindestens 600 Mio. Euro mit der Firma mit 304 Mio. Euro Umsatz erlösen. Der operative Gewinn wird in der Branche mit rund 80 Mio. Euro beziffert. Am Wochenende verlautete aus dem Eigner-Umfeld, man habe Gebote von “deutlich über 600 Mio. Euro” erhalten. Bankern zufolge wollen Quadriga und BPE nun aber über 800 Mio. Euro erlösen.

Welcher Wert angemessen ist, ist eine Glaubensfrage: Jack Wolfskin erzielt bisher den größten Teil des Umsatzes in Deutschland, wo die Regen- und Fleecejacken kaum wegzudenken sind. Experten streiten, ob sich der Erfolg auf das Ausland ausweiten lässt. Schon in den Bergsportnationen Schweiz und Österreich komme Jack Wolfskin kaum voran, monieren Kritiker. Die Finanzinvestoren begründen die Absage damit, dass sie ihre Bewertungsmaßstäbe verändert hätten. Denn bisher weise das Unternehmen 2011 “eine Umsatz-, Absatz- und Ertragsentwicklung auf, die deutlich über den ursprünglichen Planungen liegt”, schreiben sie. “Allein im Februar stieg das Vorordervolumen des Handels um rund 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.” Man wolle der Firma Raum geben, “die Nachhaltigkeit der dynamischen Entwicklung zu belegen und insbesondere die bestehenden Wachstumspotentiale auf den Auslandsmärkten intensiv zu nutzen”. BPE und Quadriga hatten das Unternehmen 2005 für 93 Mio. Euro von Bain Capital gekauft. Der Umsatz lag damals bei 80 Mio. Euro. Minderheitsgesellschafter ist der langjährige Unternehmenschef Manfred Hell, der zeitweise ebenfalls als Hemmnis für den Weiterverkauf galt.

Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:zu-hoher-preis-verkauf-von-jack-wolfskin-geplatzt/60043593.html

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2011 wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zum vierten Mal vergeben. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftsverbänden, Forschungs- einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Der Preis will Unternehmen in nachhaltigem Handeln bestärken und helfen, die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung besser zu verankern. Er soll zeigen, dass verantwortliches Handeln nicht nur hilft, soziale und ökologische Probleme im globalen oder lokalen Maßstab zu lösen, sondern auch Profitabilität und Wettbe-werbsfähigkeit erhöhen kann. Prämiert werden auch in diesem Jahr Unternehmen, die vorbildlich wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden.

Die Suche nach den Besten folgt einer eigenen, transparenten Methodik, in deren Fortentwicklung alle relevanten Stakeholdergruppen mit Einfluss und Stimme eingebunden sind. Perspektiven aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft spiegeln sich fortlaufend in Methodikteam, Kuratorium und Jury wider.

Methodikpartner sind die Top-Managementberatung A.T. Kearney, das Wuppertal Institut, das Marketing Centrum Münster (Prof. Dr. Dr. hc. mult. Heribert Meffert) und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. In der Jury wirken u.a. Prof. Dr. Klaus Töpfer (Exekutivdirektor IAAS), Olaf Tschimpke (Präsident NABU), Max Schön (Präsident Club of Rome Deutschland), Dr. Jürgen Heraeus (Vorsitzender UNICEF Deutschland), und Prof. Dr. Maximilian Gege (Vorsitzender B.A.U.M.) mit.

Der Wettbewerb gliedert sich in drei Phasen:

Phase 1 (Anfang Februar bis Mitte Mai 2011): Ein detaillierter Online-Fragebogen erhebt die Nachhaltigkeitsleistungen der teilnehmenden Unternehmen.

 Phase 2 (Juli 2011): Die Expertenjury trifft auf Basis der erhobenen Daten die Entscheidungen über die Preisträger.

 Phase 3 (4. November 2011) Der vierte Deutsche Nachhaltigkeitstag im November in Düsseldorf bildet den Rahmen für die Präsentation der Ergebnisse und Stakeholderdiskussion. Die festliche Preisverleihung am gleichen Abend bietet eine öffentlichkeitswirksame Bühne für die Protagonisten nachhaltiger Entwicklung und ihre Leistungen.

Quellen:

http://www.markenverband.de/aktuelles/nachrichten/deutscher-nachhaltigkeitspreis-2011

- http://www.deutscher-nachhaltigkeitspreis.de/

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Das Geschmacksmuster schützt das Design dreidimensionaler Gegenstände – zum Beispiel von Möbeln, Autos oder Spielzeug. Auch für zweidimensionale Muster – wie Stoffe, Tapeten, Logos, Grafiken oder Icons kann man ein Geschmacks-muster anmelden.

Das eingetragene Geschmacksmuster verleiht Ihnen das alleinige Recht, das Design zu benutzen. Zudem können Sie es anderen verbieten, das Design ohne Ihre Zustimmung zu verwenden. Hiervon sind alle denkbaren Handlungen umfasst, die sich auf Ihr Design beziehen – beispielsweise das Anbieten von Produkten, bei denen Ihr Design verwendet wird, deren Herstellung, Veräußerung oder Ein- und Ausfuhr.

Der Geschmacksmusterschutz entsteht mit der Eintragung des Musters in das Geschmacksmusterregister. Er kann bis zu 25 Jahre nach dem Anmeldetag aufrecht erhalten werden.

Quelle: http://www.dpma.de/geschmacksmuster/index.html

NIKATOR hilft bei der Anmeldung Ihres Geschmacksmusters weiter. Einfach Anfrage an:
geisler@nikator.de

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Der 4. Zivilsenat des OLG Hamm hatte sich mit der Frage zu befassen, ob die Ausstellung, die Bewerbung und der Vertrieb der Figur „Teddy“ eine Verletzung der für die Figur „Buddy Bär 2“ bestehenden Geschmacksmusterrechte darstellt.

Diese Frage hat der Senat verneint und damit die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Bielefeld (U. v. 14.09.2010, 4 O 524/10) bestätigt.

Die Parteien bewerben und vertreiben jeweils weiße Porzellan bzw. aus porzellanartigem Material hergestellte Figuren, die einen aufrecht stehenden Bär darstellen.

Die Parteien bewerben und vertreiben jeweils weiße Porzellan bzw. aus porzellanartigem Material hergestellte Figuren, die einen aufrecht stehenden Bär darstellen.

Die Figur „Buddy Bär 2“ ist zugunsten der Antragsteller geschmacksmusterrechtlich geschützt. Die Antragsteller sehen in der von der Antragsgegnerin gewerblich genutzten Figur „Teddy“ ein Plagiat ihrer geschützten Figur und haben Unterlassungsansprüche geltend gemacht.

Ohne Erfolg. Nach den Vorschriften des Geschmacksmustergesetzes steht dem Rechtsinhaber das ausschließliche Recht zu, das Muster zu benutzen und Dritten zu verbieten, es ohne seine Zustimmung zu verwenden. Diese Rechte sind nach den Ausführungen des Senats nicht verletzt. Dafür wäre erforderlich gewesen, dass sichtbare Merkmale, die den Gesamteindruck des geschützten Musters „Buddy Bär 2“ bestimmen, von der Figur „Teddy“ übernommen wurden. Während „Buddy Bär 2“ ein relativ freundlicher Bär sei, der aber eine gewisse Ernsthaftigkeit und Strenge auch durch die kantige Gestaltung beibehalte, wirke „Teddy“ eher wie eine banalisierte Comicfigur führte der Senat nach einer umfassenden Betrachtung der prägenden Gestaltungsmerkmale abschließend aus.

OLG Hamm, Urteil vom 24.02.2011, I-4 U 192/10

Quelle: PM des Präsidenten des OLG Hamm vom 13.04.2011

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Am 1. April 1996 begann das HABM (Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt) offiziell seine Arbeit mit der ersten Markenanmeldung und konnte daher nun sein 15 jähriges Bestehen feiern.
Das Amt wurde Anfang 1996 gegründet, aber der Anmeldetag für die ersten Anmeldungen von Gemeinschaftsmarken wurde auf 1. April dieses Jahres bestimmt.

Die Marke mit der Registernummer 000000001 ist im übrigen die Wortmarke AIPPI, der Firma ASSOCIATION INTERNATIONALE POUR LA PROTECTION DE LA PROPRIETE INDUSTRIELLE, die übrigens ihren Sitz in der Schweiz hat. Damit ist eine Firma aus einen Nicht-EU-Land Inhaber der ersten Gemeinschaftsmarke.

Seitdem 1996 haben fast 320.000 Unternehmen oder Einzelpersonen aus 190 Ländern 940.000 Gemeinschaftsmarken angemeldet, von denen mehr als 713.000 registriert worden.

Die Gemeinschaftsmarke ist eine Erfolgsgeschichte und erfreut sich bei europäischen und ausländischen Unternehmen steigender Beliebtheit. Mit einer Anmeldung kann aktuell der Schutz in 27 Mitgliedsstaaten mit 500 Millionen Einwohner erzielt werden und das zu einem verhältnismäßigen geringen finanziellen Aufwand.

Quelle: http://networkedblogs.com/gbYK2 

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Erstmals seit Jahren weisen Rating-Agenturen für viele Marken Verluste in der monetären Markenbewertung aus. Spätestens der nahende Geschäftsbericht zwingt auch Sie zur Prüfung, wie sich Ihre Marke im Verlauf des wirtschaftlich bewegten Jahres 2010 geschlagen hat: 

  • Wie hat Ihre Marke im Vergleich zum Branchendurchschnitt performt? 
  • Sind Sie Sieger oder Verlierer im Vergleich zu Ihren wichtigsten Konkurrenten? 
  • Auf welchen Dimensionen hat Ihre Marke gewonnen oder verloren? 
  • Welche Markeneffekte gingen mit den eingesetzten Werbespendings einher?

Der YouGov BrandIndex ist das Tool der Stunde für eine tagesgenaue Markenmessung 2010. Erstmals können Sie jetzt ausgewählte Highlight-Ergebnisse als Branchenreport 2010 für jede der 20 Branchen im BrandIndex beziehen.

Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie sich ein eigenes, unabhängiges Bild zur öffentlichen Bewertung Ihrer Marke und Ihrer Position im Wettbewerb – und greifen Sie dabei auf die Aussagekraft von 250.000 Interviews zurück.

Quelle: http://www.brandindex.de/

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