Archiv für Mai 2011

Beim Schutz von Marken hat sich die Rechtslage weltweit weiter angeglichen, ergab eine Studie der internationalen Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing. Vor allem in China, Polen und Russland wächst das Bewusstsein für den Wert von Marken, denn einheimische Firmen melden inzwischen im Vergleich zu den vergangenen Jahren mehr Marken an, zudem werden Fälscher härter verfolgt. Zu der Situation in Deutschland sagt Dr. Wiebke Baars, Partnerin im Markenrecht von Taylor Wessing Hamburg: „Kritisiert wird immer, dass es in Deutschland sehr schwer ist, eine Marke zu schützen. Aber wenn dies geschafft ist, dann hält das erlangte Schutzrecht auch.“

Die Studie „Global Intellectual Property Index“ zeigt, wie Unternehmen den Rechtsschutz für geistiges Eigentum in den global 24 wichtigsten Wirtschaftsnationen beurteilen. Sie vergleicht den Stand der Gesetzgebung, aktuelle Urteile, wirtschaftliche Kennzahlen und über 14 000 Einschätzungen von Inhouse-Juristen und Unternehmern weltweit. China habe in den Bewertungen der Unternehmer am meisten zulegen können. Die Regierung habe in einer Kampagne zu mehr Aufmerksamkeit gegenüber gefälschten Markenartikeln aufgerufen und angekündigt, die Herstellung und den Handel solcher Fälschungen stärker zu verfolgen. Die Teilnehmer der Studie kritisierten jedoch, dass nicht registrierte Marken nur dann geschützt sind, wenn sie ausreichend bekannt sind. Zugleich habe die chinesische Regierung die Unternehmen im Land mit Erfolg aufgerufen, eigene Marken anzumelden. „Das dürfte die Wertschätzung für Marken steigern, führt in der Praxis aber auch zu dem Problem sogenannter Sperrmarken“, erklärt Wiebke Baars. Nicht selten machten Unternehmen die unangenehme Erfahrung, dass ihre Marke bereits von einer chinesischen Firma geschützt wurde. Solche böswilligen Markenanmeldungen ließen sich vom eigentlichen Markeninhaber nur mit viel Mühe löschen.

Verbessert hat sich die Rechtslage in Russland, wie die Studie weiter ergab: Hier greifen die Reformen vom Jahresbeginn, mit denen die Regierung die Anmeldung von Marken beschleunigt hat. Dennoch könne eine Markenanmeldung noch rund 15 Monate dauern. Zudem ließen sich Markenansprüche in Russland vor Gericht nur schwer durchsetzen. Auch Indien mache Fortschritte im Markenrecht, bleibe aber weltweit auf dem letzten Platz. Zwar will die Regierung den Rechtsexperten zufolge zukünftig wichtigen internationalen Standards folgen, um Unternehmen das Anmelden und Durchsetzen ihrer Marken zu erleichtern. Aktuell sei das Verfahren zur Markenanmeldung aber noch zeitaufwendig und teilweise undurchschaubar. Wiebke Baars konkretisiert diese Einschätzung: „Unternehmen, die in dieser Region produzieren, müssen ihre Marke dort auch schützen, um Fälschern das Handwerk legen zu können. Die Anmeldung ist aber sehr kompliziert, vielfach enthalten die Markenregister Fehler, die kostenaufwendig korrigiert werden müssen.“

In der Europäischen Union ist das Markenrecht seit Jahren formell harmonisiert. In der Praxis hat sich die Rechtslage in den Ländern der EU nach Ansicht der befragten Juristen aber allenfalls angenähert. „Trotz aller Bemühungen ist es erstaunlich, wie weit die Länder der EU in der Praxis des Markenrechts auseinanderliegen“, sagt Wiebke Baars und ergänzt: „Deutschland und Italien beispielsweise trennen Welten.“ Deutliche Fortschritte habe Polen gemacht und die Strafen für den Handel mit gefälschten Markenartikeln verschärft. Auf den grenznahen Märkten sei der Handel mit solchen Waren eingedämmt worden. Auch habe Polen in den vergangenen Jahren sein Zivilprozessrecht modernisiert, wodurch sich Gerichtsverfahren gegen Markenverletzungen beschleunigt hätten. Deutschland ist der Studie zufolge trotz aller Kritik der befragten Experten weltweit führend im Markenrecht. Die Studienteilnehmer hätten zwar bemängelt, dass das Deutsche Patent- und Markenamt Anmeldungen zu häufig ablehnt, weil die gewünschten Marken die gesetzlichen Schutzvoraussetzungen nicht erfüllen. Daraus folge aber, dass eine einmal erteilte Marke effektiv geschützt sei. Als hervorragend beurteilten die Praktiker die Rechtsprechung im Markenrecht, weil Marken-Prozesse schnell entschieden würden, geringe Kosten verursachten und der Zugang zu fachkundig besetzten Gerichten vergleichsweise einfach sei.

Quellen:

- www.taylorwessing.com 

- http://www.absatzwirtschaft.de/content/chinesen-entdecken-den-wert-der-marke;74089 

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Das ausschließlich aus Ziffern bestehende Zeichen “1000″ besitzt im Zusammenhang mit Broschüren und Zeitschriften nicht die erforderliche Unterscheidungskraft, um als Gemeinschaftsmarke eingetragen zu werden.

In seiner Entscheidung weist der EuGH zunächst nochmals ausdrücklich darauf hin, dass der Umstand, dass ein Zeichen, ausschließlich aus Ziffern besteht, dessen Eintragung Marke für sich genommen nicht entgegensteht. Dies ergebe sich bereits daraus, dass die Gemeinschaftsmarkenverordnung ausdrücklich vorsieht, dass Zahlen zu den markenfähigen Zeichen gehören.

Voraussetzung für die Schutzfähigkeit ist jedoch, dass die konkrete Zahl geeignet ist, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Folglich sind von der Eintragung insbesondere Marken ausgeschlossen, die ausschließlich aus Zeichen oder Angaben bestehen, die Merkmale der betreffenden Waren oder Dienstleistungen, wie z.B. Art, Beschaffenheit oder Menge, bezeichnen können.

Vorliegend hatte der EuGH über die seitens eines polnischen Printmedien-Herausgebers getätigte Anmeldung der Zahl „1000“ als Gemeinschaftsmarke u.a. für „Broschüren; Zeitschriften, einschließlich Rätsel- und Spielehefte; Tagespresse“ zu entscheiden.

Nach Auffassung des EuGH ist das Zeichen „1000“ für die vorgenannten Waren nicht unterscheidungskräftig, da es den Inhalt der Veröffentlichungen der Anmelderin bezeichnen könne und daher vom Verbraucher nicht als Herkunftsbezeichnung wahrgenommen werde.

Der EuGH weist insoweit darauf hin, dass die Verordnung über die Gemeinschaftsmarke sicherstellen solle, dass Zeichen, die eines oder mehrere Merkmale der konkret begehrten Waren oder Dienstleistungen beschreiben, von allen Wirtschaftsteilnehmern, die solche Waren oder Dienstleistungen anbieten, frei verwendet werden können.

Im Falle eines ausschließlich aus Ziffern bestehenden Zeichens,  das sich auf eine Kategorie von Waren bezieht, deren Inhalt leicht und typischerweise durch die Menge ihrer Bestandteile bezeichnet wird – wie im vorliegenden Fall Zeitschriften mit u.a. Kreuzworträtseln – sei vernünftigerweise davon auszugehen, dass das Zeichen von den beteiligten Verkehrskreisen als Beschreibung dieser Menge erkannt und somit als Merkmal dieser Waren identifiziert werde.

Die Anmeldung des Zeichens „1000“ sei daher vom HABM im vorliegenden Fall zu Recht zurückgewiesen worden.

Fazit: Ein ausschließlich aus Ziffern bestehendes Zeichen ist grundsätzlich dem Schutz als Gemeinschaftsmarke zugänglich. Etwas anderes gilt jedoch, wenn das Zeichen für eine Kategorie von Waren angemeldet wird, deren Inhalt leicht und typischerweise durch die Menge ihrer Bestandteile bezeichnet wird. In diesen Fällen ist davon auszugehen, dass die beteiligten Verkehrskreise das Zeichen als Beschreibung der Menge und somit als Merkmal dieser Waren identifizieren werden.

EuGH, Urteil vom 10.03.2011, Az. C-51/10 P

Erscheinungsdatum: 18.04.2011

Quelle: Newsletter 08/2011 CBH Rechtsanwälte – http://goo.gl/bfCgn 

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Bei Umsatz, Investition und Beschäftigung sieht die Markenverband einen positiven Trend für das Jahr 2011. Die Entwicklung des privaten Konsums wird der „Konjunkturumfrage zur Situation der Markenwirtschaft im Frühjahr 2011“ zufolge mehrheitlich als unverändert bis steigend eingestuft, gleichzeitig wird die Auslastung der Produktionskapazitäten positiv bewertet. Als größte Risiken für die Markenwirtschaft in diesem Jahr werden höhere Rohstoffpreise, zunehmende Marktkonzentration im Handel in Verbindung mit verstärktem Missbrauch von marktbeherrschenden Stellungen und der fehlende Spielraum für notwendige Preiserhöhungen gesehen.

„Die Mehrheit der Unternehmen der Markenwirtschaft beurteilt die aktuelle wirtschaftliche Gesamtlage in Deutschland als gut bis sehr gut“, betont Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes. Bereits in den Wirtschafts-Krisenjahren 2008 und 2009 habe die Markenwirtschaft beobachten können, dass sich die Kunden vermehrt den Marken zuwenden. Diese Tendenz habe sich im Jahr 2010 bestätigt und scheine sich im Jahr 2011 fortzusetzen. Die Zahlen der aktuellen Erhebung belegen, dass 75 Prozent der Mitgliedsunternehmen mit einer Zunahme der Inlandsumsätze gegenüber dem Vorjahr rechnen. 75 Prozent der Unternehmen mit eigenem Exportgeschäft erwarteten eine Steigerung der Umsätze im Auslandsgeschäft. Die Entwicklung des privaten Konsums im Jahr 2011 werde von 53 Prozent der Unternehmen als unverändert gegenüber dem Vorjahr prognostiziert, 42 Prozent der Unternehmen erwarteten zunehmenden Konsum. Mit 48 Prozent der Mitgliedsunternehmen möchte fast die Hälfte der an der Befragung teilnehmenden Unternehmen den Werbe- und Kommunikationsetat 2011 unverändert lassen, 42 Prozent der Unternehmen planten, diesen zu erhöhen.

Für das Jahr 2011 erwarteten 48 Prozent der Unternehmen unveränderte Kapazitätsauslastung, weitere 48 Prozent rechneten mit steigender Auslastung der Kapazitäten. Dementsprechend strebten 48 Prozent der Unternehmen an, ihre Investitionstätigkeit zu erhöhen, 46 Prozent hielten ihren Investitionsstand auf der Höhe des Jahres 2010. Entsprechend positiv falle auch die Beurteilung der Zahl der in der Markenindustrie beschäftigten Mitarbeiter aus: 55 Prozent der Mitgliedsunternehmen rechneten mit gleichbleibendem Personalstand, 31 Prozent erwarteten im Jahresverlauf eine Zunahme der Mitarbeiterzahl. Bei der Ertragsentwicklung im Jahr 2011 ist das Bild der Umfrage zufolge aber eher uneinheitlich: Während 28 Prozent der Unternehmen eine positive Entwicklung voraussehen, prognostizieren 44 Prozent keine Veränderung zum Vorjahr, und 24 Prozent gehen von einer negativen Entwicklung aus.

Hierbei spielen nach Einschätzung des Verbandes die aktuellen Risiken für das Jahr 2011 eine Rolle: erstens höhere Rohstoffpreise (83 Prozent der Unternehmen gaben dies als „erwartetes Risiko 2011“ an), verbunden mit der Bewertung, keine Spielräume zur Weitergabe von Preissteigerungen zu haben (48 Prozent). Zweitens zunehmende Marktkonzentration im Handel (63 Prozent) in Verbindung mit verstärktem Missbrauch von marktbeherrschenden Stellungen (48 Prozent). Drittens die Wahrnehmung sinkender Konsumspielräume der Verbraucher durch Geldentwertung, Steuern, Lohnnebenkosten und Abgaben (Energie) in Verbindung mit weiterhin hoher Preisorientierung der Verbraucher.

Die deutsche Gesellschaft schöpfe ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit aus Wissen, Innovation und Kreativität: Qualität, Innovation und Leistung ließen sich auf dem zunehmend globalen Markt nur über Marken klar positionieren, eindeutig differenzieren und verlässlich verteidigen. Das sichere Wettbewerbsvorteile bei hochwertigen innovativen Produkten, die ihrerseits zu stabilen, gut bezahlten Arbeitsplätzen beitrügen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Markenwirtschaft nachhaltig zu sichern, plädiert Köhler für eine Verhinderung der missbräuchlichen Ausübung von Nachfragemacht, den Schutz von überbordenden Regulierungsansätzen, den konsequenten Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie sowie den Erhalt der Kommunikationsfreiheit von Produkten und Marken.

Quellen:

- www.markenverband.de

- http://www.absatzwirtschaft.de/content/markenwirtschaft-erwartet-steigende-umsaetze;74044

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Mit einem Markenwert von 153,3 Milliarden US-Dollar ist Apple die wertvollste Marke der Welt. Damit gelang es dem in Kalifornien gegründeten Unternehmen in diesem Jahr, Google auf den zweiten Platz zu verweisen. In der sechsten Auflage des Markenrankings „BrandZ“ des internationalen Marketing- und Marktforschungs-Unternehmens Millward Brown dominieren erneut ganz klar US-amerikanische Marken die zehn Spitzenplätze. Einziges nicht-amerikanisches Unternehmen ist auf Rang neun der chinesische Telekommunikationskonzern China Mobile mit einem Markenwert von 57,3 Milliarden Dollar.

Der Internet-Dienstleister Google, der das Ranking in den letzten vier Jahren kontinuierlich angeführt hat, verzeichnete laut Millward Brown im vergangenen Jahr ein Negativwachstum von zwei Prozent und erreicht einen Markenwert von 111,5 Milliarden US-Dollar. Der Markenwert von Apple sei hingegen um 84 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum Jahr 2006 erreiche Apple sogar einen um 859 Prozent höheren Markenwert. Besonders die starke Nachfrage nach Apple-Produkten wie dem iPhone sowie die Markteinführung des Tablet-Formats iPad hätten dazu beigetragen, dass Apple seinen Markenwert zum Vorjahr um mehr als 70 Milliarden US-Dollar steigern konnte. Hinter Google belegen IBM, McDonald’s, Microsoft, Coca-Cola, AT&T, Marlboro, China Mobile und General Electric die Plätze drei bis zehn.

Nach wie vor dominiert der Technologiesektor das Markenranking BrandZ Top 100: Etwa ein Drittel aller aufgeführten Marken seien im Technologiebereich angesiedelt. Zusammen erzielten sie die Hälfte des Gesamtwerts aller Marken. Erwähnenswert sei zudem die Platzierung Facebooks – das Unternehmen belege mit einem Markenwert von 19,1 Milliarden US-Dollar den 35. Rang. „Ein Brand Value-Wachstum von 246 Prozent gleicht einer Sensation“, kommentiert Bernd Büchner, Geschäftsführer von Millward Brown Deutschland. Die zweithöchste Wertsteigerung sei der chinesischen Suchmaschine Baidu mit 141 Prozent gelungen. Insgesamt zeige sich, dass es sinnvoll ist, neue Technologien konsequent voranzutreiben und damit den Markenwert nachhaltig zu stärken. IBM und Samsung zeigten dies beispielsweise durch ihre erfolgreichen Investitionen im Bereich des Cloud Computing und der 3D-Television. Als einzige deutsche Technologiemarke ist SAP im Ranking vertreten. Trotz einer monetären Wertsteigerung von fast 1,8 Milliarden US-Dollar und einem Gesamtwert von knapp 26,1 Milliarden US-Dollar büßt das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze im Ranking ein und fällt auf den 23. Platz.

Neben Innovationskraft und der verstärkten Bündelung diverser Technologien sorge ein starkes Markenerbe für einen anhaltend hohen Markenwert. Dies demonstrierten beispielsweise die Marken Coca-Cola, GE, IBM und auch McDonald’s, die seit dem Jahr 2006 Spitzenpositionen im Ranking einnehmen und auch innerhalb der Gesellschaft als wertträchtige Marken wahrgenommen werden. Der Gesamtwert aller 100 im Ranking aufgeführten Marken liegt in diesem Jahr laut Millward Brown bei fast 2,4 Billionen US-Dollar. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahr einer totalen Wertsteigerung von rund 17 Prozent. Obwohl die Mehrzahl der 100 weltweit wertvollsten Marken weiterhin aus etablierten Industrienationen stammt, positionieren sich vermehrt Marken aus Schwellenländern im Ranking. Mehr als die Hälfte der 13 neu eingestiegenen Marken haben ihren Firmensitz in Asien oder Lateinamerika. Ferner kommen mittlerweile 19 der 100 wertvollsten Marken aus BRIC-Staaten. Baidu, die chinesische Suchmaschine, belegte dieses Jahr mit einem Markenwert von 22,6 Milliarden US-Dollar den 29. Platz und die indische ICICI Bank mit 14,9 Milliarden US-Dollar den 53. Platz.

Sieben deutsche Marken sind in diesem Jahr erneut unter den 100 wertvollsten Marken der Welt vertreten, sie gehören den Sektoren Telekommunikation, Technologie, Automobil und Einzelhandel an: Deutsche Telekom (Rang 19: 29,8 Milliarden US-Dollar Markenwert), SAP (23), BMW (30: 22,4 Milliarden Dollar), Mercedes (50: 15,3), Porsche (66: 12,4), Siemens (70: 12 Milliarden Dollar) und Aldi (Rang 94: 9,3 Milliarden Dollar). Die Deutsche Telekom ist auf Rang 19 die zweitwertvollste Marke innerhalb Europas. Abgesehen von Siemens gelang es keiner weiteren deutschen Marke, ihren Platz aus dem Vorjahr zu verbessern.

m Automobilbereich konnte sich Toyota mit einer Wertsteigerung von elf Prozent und einem Gesamtwert von 24,2 Milliarden US-Dollar erneut an die Spitze setzen. Die Japaner haben damit BMW als wertvollste Automarke abgelöst. Toyotas Führungsposition zeige, dass ein starkes Markenimage selbst enorme Reputationsverluste, wie das Unternehmen sie im vergangenen Jahr im Zuge einer immensen Rückrufaktion zu verzeichnen hatte, wettmachen kann. Obwohl BMW trotz einer Wertsteigerung von drei Prozent nur Rang zwei belege, seien deutsche Autobauer im Ranking doch weiterhin gut positioniert: Innerhalb der Top 10 der Automobilbranche nehmen Mercedes den dritten, Porsche den fünften, VW (7,4 Milliarden US-Dollar) den siebten und Audi (3,8 Milliarden US-Dollar) den neunten Platz ein. Alle deutschen Automarken hätten somit eine Wertsteigerung zum Vorjahr verbuchen können – Mercedes mit zwölf Prozent sogar das zweithöchste Wachstum innerhalb der Branche.

Im Einzelhandel hat das Online-Versandhaus Amazon mit einer Wertsteigerung von 37 Prozent und einem Gesamtwert von 37,6 Milliarden US-Dollar den letztjährigen Spitzenreiter Walmart vom Thron gestoßen. Amazons Vormarsch an die Spitze der wertvollsten Marken des Einzelhandels verdeutliche die Popularität, Reichweite und Relevanz des Online-Handels im Alltag der Konsumenten. Auch Ebay hat seinen Wert um 15 Prozent gesteigert. Tesco und Carrefour nehmen mit 21,8 bzw. 13,8 Milliarden US-Dollar wie auch im vergangenen Jahr den dritten und vierten Platz innerhalb des Einzelhandels ein. Die Konsolidierung dieser vier Marken gründe vor allem darauf, dass die Unternehmen verstärkt in Ländern mit wachsenden Märkten investieren. Neben Aldi positionierte sich außerdem Lidl als weiteres deutsches Unternehmen innerhalb der Top 20 des Einzelhandels. Mit einem Markenwert von 4,2 Milliarden US-Dollar schaffte es Lidl allerdings nicht unter die wertvollsten 100 Marken der Welt.

Quellen:

- www.brandz.com

- http://www.absatzwirtschaft.de/content/apple-loest-google-als-wertvollste-marke-ab;74042 

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Die Nespresso-Welt: George Clooney oder millionenschweres Marketing – Darf es auch ein bisschen mehr sein? Würden Sie auch für Ihre Salami 66 Euro das Kilo zahlen?

Der Nespresso-Tassenkonsum pro Minute ist rasant gestiegen. So waren es im Jahr 2000 noch 868 Tassen, heute sind es weltweit 12.300 Tassen pro Minute. Und das, obwohl es wahrscheinlich eine der teuersten Arten ist, Kaffee zu konsumieren.

Nespresso begann mit einer einfachen aber revolutionären Idee und hat sich mittlerweile in eine anerkannte Kultmarke gewandelt. Denn wie schafft man es sonst, Kaffeepulver in kleinen bunten Nespresso-Kapseln für 66 Euro pro Kilo erfolgreich zu vermarkten?

Ein wichtiger Kern von Nestlé ist die Markenführung und die Sicherstellung einer langfristig angelegten Wertschöpfungskette. Dabei zählen zu der Erfolgsgeschichte auch harte Zeiten. Laut eines Interviews mit dem Vorstandsvorsitzenden von Nespresso, Richard Giradot, soll es zehn Jahre gedauert haben, bis der Break-Even-Point erreicht wurde.

In Deutschland macht die Nahrung nur noch elf Prozent des Familienbudgets aus, früher waren es mal 60 Prozent. Hier ist es wichtig, dem Kunden eine Premiummarke anzubieten, die mehr bietet als “Kaffee trinken“. Nespresso hat die Welt des Kaffees neu definiert und steht als globale Marke als Pionier und Marktführer für portionierten Premiumkaffee, der durch eine perfekte Inszenierung, ein Kaffee-Erlebnis bei jeder Tasse bietet.

Das Erfolgskonzept der Nespresso-Welt basiert auf drei Säulen:

1. Kaffee-Erlebnis durch eine Nespresso-Sprache: Nicht mehr von Kaffeesorten ist die Rede, sondern von portionierten Grand Cus Kaffee (wörtlich große Mischung) in einem charakteristischem Farb- und Formendesign, um dem portionierten Kaffee noch mehr Bedeutung zukommen zu lassen.
Zusätzlich wurden Spitzensommeliers beauftragt, die Terminologie des Weins auf den Kaffee zu übertragen

2. Die Vertriebskette vollständig beherrschen: Starke Kundenbindung durch eigene Nespresso-Maschinen, nur diese können die Nespresso-Kapseln in Kaffee verwandeln, Konkurrenzprodukte können nicht verwendet werden

3. Emotionalisierung der Marke – exklusiver Vertriebsweg durch direkte Kundenbeziehungen: Der Kapselvertrieb läuft ausschließlich über die stillvollen Nespresso-Boutiqen, Telefon oder dem Online-Shop. Im Supermarkt um die Ecke gibt es die bunten Kaffeekapseln nicht zu kaufen. Dadurch kann die Markenidentität vollständig kontrolliert werden

Die Nespresso-Markenstrategie kann ein Vorbild für viele Branchen sein, erfolgreich ein Hochpreis-Produkt zu vermarkten:

Nespresso zählt mittlerweile zu den wertvollen Marken der Welt. Auch der internationale Marketingpreis “EFFIE Award“ wurde 2010 an die Kampagne von Nespresso mit George Clooney verliehen.

Nespresso kann durch eigene Nespresso-Läden, dem Nespresso-Club und Internet-Shops die Preise alleine bestimmen. Zusätzlich ist im Handel das Kaffeesystem Nescafé Dolce Gusto platziert. Durch eine globale Markengemeinschaft und direkte Kundenbeziehungen steht Nespresso für eine inspirierende und ikonische Marke.

Nespresso hat sich einen exklusiven Vertriebsweg aufgebaut, in dem die Vertriebskette durch eigene Läden vollständig beherrscht wird. Dadurch kann die Markenidentität vollständig kontrolliert werden.
Mittlerweile gibt es ein Nespresso-Boutique-Netzwerk an über 200 Standorten weltweit. Mit der Nespresso-Boutique wird die Marke emotionalisiert: Durch die Stimulation aller Sinne, wird die Markensichtbarkeit aufgebaut und das Markenbewusstsein geschaffen.

Mittlerweile gibt es über zehn Millionen offizielle Mitglieder in über 50 Ländern im Nespresso-Club. Nespresso kann so mit Kunden in Kontakt treten und Rückmeldungen über die Marke in Echtzeit erhalten. Aber auch auf der Facebook-Fanseite zeigen sich die unterschiedlichsten Markenfans für das braune Pulver, die Nespresso mit Lifestyle und Lebensgenuss verbinden. Facebook ist mittlerweile ein sehr wichtiges Instrument, um Loyalität zu fördern und Fürsprecher zu schaffen. Aber nur wenn man ein authentisches Produkt anbietet und nicht auf Facebook mit Druck versucht, Produkte zu verkaufen. Für den Vertrieb gibt es den Nespresso-Webshop, in dem jeden Tag mehr als 130.000 Kunden surfen. Laut Richard Giradot, sollen mittlerweile 50 Prozent der gesamten Verkäufe online gemacht werden.

Trotz zunehmender Konkurrenz im Kapselmarkt beträgt seit 2000 das durchschnittliche Jahreswachstum von Nespresso mehr als 30 Prozent (eigene Angaben des Konzerns). Allein in Österreich sollen sich mittlerweile 16 Anbieter für Kaffeekapseln und dazu gehörige Maschinen tummeln, darunter auch Lebensmitteldiscounter.
Doch im Jahr 2010 betrug der Marktanteil von Nespresso bei Espresso und Filter-Pad-Maschinen bereits bedeutende 21,4 Prozent. Ein weiteres Ass im Ärmel ist der direkte Kundenkontakt, auch durch den Nesspresso-Club mit über zehn Millionen Mitgliedern sowie das Produktdesign und die Technik, die mit Patenten geschützt sind.

Der Konzern Nestlé ist mit 109,7 Milliarden Franken Umsatz im Jahr 2010 der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt. Neben Nespresso gehören auch Marken wie Maggi, Herta und Vittel zu Nestlé. Nespresso erreichte 2010 die drei Milliarden-Grenze und erzielte einen Umsatz von 3,22 Milliarden Franken. Das Nespresso-Produktionszentrum liegt im 3000-Seelendorf Avenches in der Schweiz. Aktuell laufen hier jährlich 4,8 Milliarden Kapseln vom Band. Nach der Erweiterung steigt die Produktionskapazität auf 8,8 Milliarden Kapseln pro Tag, um die Nespresso-Fans zu versorgen.

Letztendlich ist es meiner Meinung nach die Markenstrategie von Nespresso, die den Preis für braunes Pulver in bunten Kapseln in der Nespresso-Welt bedeutend mitermöglicht. Und wenn ich an meinen Konsum denke: Nespresso bietet eine perfekte Tasse Kaffee zu jeder Zeit. Nur leider habe ich George Clooney dabei noch nicht gesehen.

geschrieben von: Taina Tammen, Moderatorin bei XING der Gruppe MarkenStärke & MarkenImage

Quelle: http://goo.gl/9ttsn

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Im Jahr 2003 wurde die Marke „Hausfee“ für verschiedene Waren und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Reinigungen eingetragen. Bei der damaligen Prüfung war das DPMA großzügig bei der Bewertung der Schutzfähigkeit der Bezeichnung. Aufgrund eines Löschungsantrages musste das Amt die Frage allerdings noch einmal bewerten.

Eingetragen wurde die Marke damals für die folgenden Waren / Dienstleistungen der Klassen 3, 37, 44 und 45:

„Wasch- und Bleichmittel; Putz-, Polier-, Fettentfernungs- und Schleifmittel; Seifen; Reinigung von Gebäuden; Dienstleistungen im Zusammenhang mit Raumpflege von Geschäftsräumen und Privathäusern, einschließlich Besorgungen und Hilfe im Privathaushalt, nämlich Reinigungs- und Pflegearbeiten, Reparatur und Instandhaltung von Bekleidung, Waschen und Bügeln von Wäsche, Boten- und Behördengänge, Einkauf von Lebensmitteln, Zubereitung von Mahlzeiten, Beaufsichtigung von Kindern, Pflegedienstleistungen, Bewachung von Gebäuden und Wertobjekten, Fußwegreinigung und Winterdienst, Dienstleistungen eines Hausmeisters, Gartenarbeiten“

Dabei berief sich der Antragssteller darauf, dass es sich bei der Bezeichnung „HausFee” um allgemein gebräuchliche Worte handele, die nicht geeignet seien, als Herkunftshinweis zu dienen. Der Verkehr werde der sprachüblich gebildeten Wortmarke einen beschreibenden Hinweis auf die beanspruchten Waren und Dienstleistungen dahin gehend entnehmen, dass es sich um Personen handelt, die häusliche Tätigkeiten übernehmen. Da die Bezeichnung für die beanspruchten Waren und Dienstleitungen einen rein beschreibenden Charakter habe, bestehe zudem ein Freihaltebedürfnis.
Trotz der gegensätzlichen Ausführungen der Markeninhaberin schloss sich das DPMA der Auffassung des Antragstellers dahin gehend an, das es der Bezeichnung für die registrierten Dienstleistungen an jeglicher Unterscheidungskraft i.S.v. § 8 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG fehlt, lediglich für die Waren wies es den Löschungsantrag zurück.

Die angegriffene Marke besteht aus der allgemein verständlichen Kombination der Worte „Haus” und der „Fee”.

Eine „Fee” ist ein „den Menschen meist wohlwollend gegenüberstehendes weibliches Märchenwesen, das mit Zauberkraft ausgestattet ist”. „Die gute Fee” ist ein feststehender Begriff der deutschen Sprache.

Der angesprochene Verkehr versteht die angegriffene Wortkombination „HausFee” in Verbindung mit den registrierten Dienstleistungen heute wie auch zur Zeit der Eintragung ohne Weiteres als solche, die von einer guten Fee, also als wertvolle Hilfe für das Haus, den Haushalt und seine Bewohner erbracht werden. In dieser Bedeutung kann die angegriffene Bezeichnung die registrierten Dienstleistungen unmittelbar beschreiben und anpreisen.

Die Bezeichnung „HausFee” wurde nachweisbar bereits zum Zeitpunkt der Eintragung im Sinne einer Haushaltshilfe verwendet. Selbst wenn entgegen der belegbaren Verwendung der Wortkombination angenommen würde, es handelte sich zum Eintragungszeitpunkt um eine neue, bisher nicht geläufige Wortzusammenstellung, führt dies allein entgegen der Auffassung der Anmelderin nicht zu einer schutzbegründenden Unterscheidungskraft. Der EuGH hat dazu in seiner Rechtsprechung wiederholt betont, dass die bloße Kombination von schutzunfähigen Bestandteilen selbst bei einer Wortneuschöpfung nicht zwangsläufig zur Eintragungsfähigkeit führt. Entscheidend sei vielmehr, ob der von der Wortkombination erweckte Eindruck in seiner Gesamtheit hinreichend weit von dem abweicht, der durch die bloße Zusammenstellung der Bestandteile entsteht und somit über die Summe dieser Bestandteile hinausgeht. Das ist aber bei der sprachüblichen Kombination der inhalts- und themenbezogenen Angabe „Haus’ mit dem Wortbestandteil „Fee” nicht der Fall. Vielmehr ist der sachbezogene Aussagegehalt der Bezeichnung für die registrierten Dienstleistungen so deutlich und unmissverständlich, dass seine Funktion als sachbezogener Begriff nahe gelegt ist. Die registrierte Wortkombination beschreibt anpreisend Inhalt und/oder Gegenstand dieser Dienstleistungen, ohne dass durch die Zusammenfügung der Wörter der sachbezogene Charakter der Wortkombination verloren geht. Zudem ist die Begriffsbildung durch eine Zusammenschreibung von Worten wie auch die sog. Binnengroßschreibung (Großschreibung innerhalb des Zeichens) in der beschreibenden Werbesprache häufig anzutreffen.

Der angesprochene Verkehr wird der angegriffenen Bezeichnung „HausFee” daher in Verbindung mit den registrierten Dienstleistungen lediglich einen anpreisenden Sachhinweis entnehmen. Damit kann sie nicht die Funktion eines betrieblichen Herkunftshinweises erfüllen.

In Verbindung mit den beanspruchten Waren „Wasch- und Bleichmittel; Putz-, Polier-, Fettentfernungs- und Schleifmittel; Seifen” und der beanspruchten Dienstleistung „Bewachung von Gebäuden und Wertobjekten” kann der angegriffenen Marke dagegen nicht jegliche Unterscheidungskraft abgesprochen werden. In Bezug auf diese Waren und Dienstleistungen hat die Bezeichnung „HausFee” insbesondere keine im Vordergrund stehende beschreibende Sachaussage. Auch fehlt hier der notwendige enge sachliche Bezug. Entgegen der Auffassung der Antragsgegnerin handelt sich bei der angegriffenen Wortkombination auch nicht um ein gebräuchliches Wort, das nur in seiner beschreibenden Bedeutung verstanden wird. In Bezug auf diese Waren und Dienstleistungen ist die angegriffene Wortmarke daher unterscheidungskräftig im Sinne von § 8 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG.

Bis auf die eben genannten Waren und Dienstleistungen hat das DPMA die Marke deshalb gelöscht.

Quelle: http://www.ip-cube.com/2011/05/hausfee-als-wortmarke-teilweise-geloescht/ 

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Die “Red Devils” (www.reddevils.org) aus Wernigerode haben es geschafft: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurden Sie deutscher Meister im Unihockey. Die Nikator Unternehmensgruppe aus Wernigerode gratuliert recht herzlich.

 

Im zweiten Spiel der Serie um den Meistertitel machen die „Red Devils“ den Titelgewinn am Samstag Nachmittag perfekt. Nach einem 5:4 Sieg dürfen die „Red Devils“ den Pokal nach einer erfolgreichen Saison in den Händen halten.

Den Zuschauern bot sich über die gesamte Spielzeit eine spannende Partie, den „Red Devils“ auf der anderen Seite eine packende Kulisse. Neben dem Meistertitel freuen sich die „Red Devils“ und der gesamte Verein über einen neuer Rekord von sagenhaften 1068 Zuschauern.

 

Zudem können sich die „Red Devils“ darüber freuen, dass Ihr Vereinslogo nun auch als Wort-/Bildmarke beim DPMA eingetragen und ohne Widerspruch bestandskräftig geworden ist

 

(http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/3020100050489/DE).

 

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