Archiv für Dezember 2011

Der Süßwarenhersteller Haribo konnte den Ergebnissen einer Umfrage der Münchener Marktforschungs- und Beratungsagentur Youngcom zufolge einen Doppelsieg erzielen: In der Kategorie „beliebteste Süßigkeit“ und als die „insgesamt beliebteste Marke der deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ belegte das Unternehmen jeweils den ersten Platz. Die traditionsreiche Marke setzte sich gegen die hochkarätig besetzte Konkurrenz aus typischen Jugendmarken wie Apple, Audi, BMW, Adidas, Nivea, H&M und vielen mehr durch.

An der bundesweiten Youngcom-Befragung unter intensiver Einbindung von Social Media wurden in der Zeit von Mai bis Oktober 2011 fast 10 000 Teilnehmer zwischen 13 und 29 Jahren aktiviert. Das Institut aus München führte die Abstimmung nach Kategorien mit mehr als 100 Marken durch. In den Bereichen „Food“ und „Drinks“ wurden weitere beliebteste Marken ermittelt. Diese sind Rewe (Kategorie Supermarkt), Kinder (Schokolade), Ben & Jerry’s (Eis), Landliebe (Joghurthersteller), McDonald’s (Schnellrestaurant), Bionade (Softdrink), Granini (Fruchtsaft) und Volvic (Wasser). Im Bereich Fashion votierten die jungen Umfrageteilnehmer für H&M (Store), Levi’s (Jeans), Fossil (Uhr) und Adidas (Sportmarke). Im Bereich Elektro halten sie Samsung für die beste Fernseher-Marke, E-Plus für den besten Mobilfunkanbieter, Canon für die beste Digitalkamera-Marke und Apple für den besten Computerhersteller.

Nach der erfolgreichen Premiere soll der „Young Brand Award“ künftig jährlich stattfinden. Inhaber Alexander Homeyer möchte im Jahr 2012 die Abstimmung mit einer eigenen Facebook-App ermöglichen sowie eine stärkere Einbeziehung von Unternehmen realisieren. Der diesjährige Gesamtsieger Haribo freut sich über die Sympathie seiner Marke unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Beide Preise seien eine Bestätigung dafür, dass insbesondere die Kommunikationsmaßnahmen im Internet eine hohe Wirkungskraft und Akzeptanz besäßen.

www.youngbrandawards.com

http://www.absatzwirtschaft.de/content/marketingstrategie/news/haribo-ist-deutschlands-beliebteste-jugendmarke;75619

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Manchmal lauert der Stresstest für viele Beziehungen ausgerechnet im Autohaus, denn beim Autokauf ist für traute Zweisamkeit kein Platz. Frauen und Männer legen bei der Auswahl des nächsten Wagens grundsätzlich andere Maßstäbe an, wie die von Aral zum fünften Mal aufgelegte Studie „Trends beim Autokauf“ zeigt. Frauen sind dabei die wahren Trendsetter. Sie haben nicht nur überproportional stark die Lust am Autokauf zurückgewonnen, sondern sind auch viel eher bereit, die Marke zu wechseln und das Design zu einem entscheidenden Kaufkriterium zu machen.
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Echtes Eroberungspotenzial für Marken und Autohäuser liege also bei den Frauen. Die repräsentative Untersuchung zeigt außerdem, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei der Wahl der bevorzugten Marke für den nächsten Autokauf besonders drastisch sind. Auch bei Ausstattungsdetails oder dem Kenntnisstand zu CO2-Emissionen driften die Pole weiter auseinander.

Kauflustige Frauen: In den vergangenen Jahren hielten sich Frauen beim Auto-kauf stark zurück. Das ist jetzt passé. Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2009 schnellte der Anteil der kaufinteressierten Frauen von 14 auf 23 Prozent nach oben – der höchste Wert in der Geschichte der Studie seit 2003.

Treue Männer: Einen Mann beim Autokauf zu einem Wechsel zu bewegen, ist offenbar schwierig, denn sie zeichnen sich durch große Markentreue aus. Beim Interesse der Männer bei den wichtigsten Anbietern ergeben sich im Vergleich zur Vorgänger-Studie nur Schwankungen von maximal einem Prozentpunkt. Einzige Ausnahme: Der Wunsch nach einem BMW stieg von acht auf elf Prozent. Frauen zeigen sich dagegen wesentlich aufgeschlossener für einen Wechsel. Das könnte vor allem Volkswagen treffen, denn das Kaufinteresse brach von 24 auf 16 Prozent ein. Ein Großteil der abgewanderten Klientel will ein Modell von Opel kaufen. Die Kaufabsicht für Astra, Corsa und Co. nahm von sieben auf zwölf Prozent zu. Zum Vergleich: Bei den Männern stieg das Interesse an Volkswagen sogar von 21 auf 22 Prozent, während Opel einen leichten Rückgang von acht auf sieben Prozent verkraften muss. Zu den Verlierern bei den Frauen gehört Audi. Vor vier Jahren lag das Kaufinteresse noch bei elf Prozent und hat sich nach vier Prozent im Jahr 2009 nun auf niedrigem Niveau bei fünf Prozent stabilisiert. Auf bessere Geschäfte dürfen italienischen Importeure hoffen. Dort wuchs das Interesse von fünf auf sieben Prozent – dafür dürfte in erster Linie der erfolgreiche Fiat 500 verantwortlich sein.

Klare Favoriten: Männer wollen weiterhin einen Kombi (33 Prozent) oder eine Limousine (32 Prozent), Frauen eher einen Kleinwagen. Männer favorisieren somit die klassischen Karosserieformen und nur zehn Prozent von ihnen können sich vor-stellen, einen Kleinwagen zu kaufen. Bei den Frauen ist das Kräfteverhältnisse um-gekehrt. 28 Prozent von ihnen wollen einen wendigen Stadtflitzer, 26 Prozent eine Limousine und nur 20 Prozent einen Kombi.

Auffällige Ausstattungsunterschiede: Für Männer ist ein mit zusätzlicher Ausstattung aufgewertetes Auto auch ein Statussymbol. Entsprechend liegen sie bei ausnahmslos allen Kategorien vor den Frauen. Besonders groß ist der Unterschied bei technischem Zubehör. So wollen nur 41 Prozent der Frauen das Stabilitätsprogramm ESP ordern – bei den Männern sind es 61 Prozent. Dagegen machen 50 Prozent der Frauen ihre Kaufentscheidung vom Design abhängig (Männer: 44 Prozent).

Gemeinsames Umwelt-Desinteresse: Ganze acht Prozent der Befragten kennen den CO2-Ausstoß ihres derzeitigen Autos. Dabei ist das Kenntnis-Gefälle zwischen den Geschlechtern groß. Bei den Männern wissen immerhin 13 Prozent Bescheid, bei den Frauen ganze drei Prozent. Dafür wären die Frauen für eine Entlastung der Um-welt eher zu persönlichen Einschnitten bereit. Fast jede zweite Frau (48 Prozent) befürwortet ein Tempolimit auf Autobahnen, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu ver-ringern. Zu diesem Schritt wären nur 36 Prozent der Männer bereit.

www.aral.de

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Designrecht aus Sicht des Verbrauchers: Auch inhaltlich richtige und gesetzlich vorgeschriebene Angaben können durch die grafische Gestaltung ihrer Wiedergabe eine unlautere irreführende Werbung im Wettbewerb darstellen.

Das Entschied das OLG Frankfurt am 20. Oktober 2011 an Hand der auf Nutella-Gläsern aufgedruckten Nährwerttabelle. Es verbot die Verwendung der beanstandeten Nährwerttabelle und drohte für jeden Fall der Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 EUR an.

Was war geschehen?

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale. Das OLG Frankfurt stellt wie bereits die Vorinstanz fest, dass die konkrete Gestaltung der Nährwerttabelle beim Durchschnittsverbraucher in der konkreten Kaufsituation den falschen Eindruck erwecke, Nutella enthalte nur wenig Fett und Zucker, jedoch viel Vitamine und Mineralstoffe.

Die Abbildung der Nährwerttabelle aus dem Urteil ist wegen deren schlechter Bildqualität nicht möglich. Die hier abgebildete Tabelle ist jedoch nahezu identisch zu dieser. Lediglich der Begriff “Nährstoffe” wurde durch “Nährwerte” ausgetauscht und die Prozentsätze in der Spalte “RDA” etwas herabgesetzt; z.B. für Vitamin E von 78% auf 65%. Offensichtlich hatte sich der Hersteller von Nutella in seinem Wirrwarr von unterschiedlichen Bezugsgrößen selbst verrannt und die Prozentsätze falsch berechnet. Das war jedoch nicht Gegenstand der Klage.

Inhalt des Vorwurfs war, dass der Verbraucher in der typischen Supermarktsituation fälschlicherweise davon ausgehe, die in der jeweils rechten Spalte angegebenen Prozentzahlen für den abgedeckten Tagesbedarf an Nährstoffen (oben) einerseits und an Vitaminen und Mineralstoffen (unten) andererseits – die für die Nährstoffe eher niedrig und für die Vitamine und Mineralstoffe eher hoch sind – bezögen sich auf dieselbe Grundmenge von „nutella“.

Dass dies nicht der Fall ist, kann der Verbraucher jedoch erst nach einer eingehenden Auseinandersetzung mit der Tabelle erkennen. Erst dann stellt der Verbraucher fest, die niedrigen GDA-Prozentsätze für Zucker und Fett oben beziehen sich auf eine Nutelle-Menge von 15 g. Die hohen RDA-Prozentsätze für Vitamine und Mineralien unten beziehen sich dagegen auf eine Nutella-Menge von 100 g. Wenn der RDA-Prozentsatz für Vitamin E bezogen auf 15 g umgerechnet wird, ergibt das lediglich 9,75% statt 65% des sogenannten Tagesbedarfs.

Offenbar waren die Richter des Frankfurter Senats persönlich von den Praktiken von Nutella & Co. genervt. Denn im Urteil führen sie aus:

Die dafür erforderliche Zeit und Aufmerksamkeit bringt jedoch der Verbraucher jedenfalls in der typischen Kaufsituation, insbesondere etwa vor dem Verkaufsregal eines Supermarktes, nicht auf. Wie die Mitglieder des erkennenden Senats, die selbst zu den angesprochenen Verkehrskreise gehören, aus eigener Kenntnis und Erfahrung beurteilen können, kann und wird der Verbraucher schon aus Zeitgründen eine eingehende Prüfung von Tabellen der streitgegenständlichen Art, die sich auf praktisch allen in einem Supermarkt angebotenen Lebensmitteln befinden, nicht vornehmen.

Nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem OLG Frankfurt war die der Entscheidung zugrunde liegende Angabe der RDA-Prozentsätze von 78% für Vitamin E und von 30% für Kalium. Entweder die Marketingleute von Nutella gehören zur PISA-geschädigten Schülergeneration und haben Dreisatzrechnungen nicht in der Schule gelernt oder haben in dem von ihnen selbst geschaffenen Wirrwarr an unterschiedlichen Bezugsgrößen selbst den Überblick verloren.

Welche Konsequenzen haben irreführende grafische Gestaltungen für den Grafikdesigner?

Vor dem Hintergrund des Beschlusses des Kammergerichts vom 29. März 2011 (siehe DESIGNSCHUTZnews Ratgeber vom 23.9.2011) kann eine irreführende Gestaltung von Grafiken zur Haftung des Grafikdesigners bzw. seiner Agentur führen. Denn eine Agentur hat bei einem größeren Auftrag für die rechtliche Zulässigkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen einzustehen. Das kann sie vermeiden, indem sie die Haftung für die rechtliche Zulässigkeit ihrer Vorschläge vertraglich ausschließt.

(Quelle: OLG Frankfurt, Urteil vom 20.10.2011, Az. 6 U 40/11 – Nutella)

http://www.designschutznews.de/2011/11/nutella-irrefuhrende-werbung-durch-grafische-gestaltung-der-nahrwerttabelle/

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Media-Markt ubernimmt nach neun Monaten Top 10 wahrgenommener Marken wieder die Spitze.

Der Elektronikmarkt des Metro-Konzerns stand in unserer Marz-Ausgabe zum letzten Mal ganz vorne – seit dieser Zeit hat Volkswagen die Rangliste angefuhrt. Die Wolfsburger haben knapp zehn Millionen Euro weniger fur Werbung ausgegeben als im Vormonat und damit weniger als die Halfte im Vergleich zum Spitzenreiter. Mit der Mega-Kampagne startete Media-Markt zum 1. Oktober und unterstreicht den Anspruch auf Fuhrerschaft in Preis und Präsenz.

Ein Marktgeschrei mit einer unuberhörbaren Lautstarke.

Volkswagen fallt sogar hinter Versandhandler Zalando zuruck, der sich trotz geringerer Werbeausgaben hartnackig auf dem zweiten Rang halt. Zuruck in die Top 10 und dann gleich auf den vierten Platz schaffte es Apple, was vermutlich auch dem PR-Effekt rund um den Tod von Steve Jobs geschuldet ist, denn in Werbung investierte das Unternehmen mehr als sechs Millionen Euro weniger.

Kurzum: Elektronik- schlagt derzeit Fahrspas.

Uberhaupt hielten sich nur zwei der funf Autobauer aus dem Vormonat unter den besten Zehn. Fulminant der finanzielle Aufwand von Ferrero – hier gab es Suses statt Saures.

Quelle: http://www.absatzwirtschaft.de/content/Print/_p=1004040,an=111125005,tp=Marstr

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90 Prozent der Deutschen, die über 16 Jahre alt sind und das Internet nutzen, besitzen nach Informationen des Marktforschungsinstituts Nielsen mindestens ein Handy. Der Smartphone-Anteil bei diesen Mobiltelefonen liege derzeit bei 30 Prozent – Tendenz steigend. Auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Smartphones veröffentlicht und betont, dass deutsche Nutzer dieser Geräte markentreu sind. Wer sich an die Bedienung gewöhnt hat, greife bei einer Neuanschaffung gerne zum gleichen Typ. Markenloyalität und technische Aspekte seien somit für deutsche Smartphone-Nutzer die wichtigsten Gründe, nicht zu wechseln.

Der Nielsen-Studie zufolge wissen mehr und mehr Konsumenten in Deutschland die Features eines Smartphones zu schätzen. Dabei sind die Smartphone-Nutzer im Vergleich zur Allgemeinheit der mobilen User jünger (53 Prozent unter 35 Jahre), besitzen einen Handyvertrag (72 Prozent), haben ein höheres Haushaltseinkommen (32 Prozent über 50 000 Euro) und sind eher männlichen Geschlechts (61 Prozent). Die höchsten Marktanteile entfallen auf Nokia (25 Prozent) und Apple (23 Prozent), gefolgt von Samsung (15 Prozent) und HTC (14 Prozent). In Bezug auf Lieblingsmarkengeräte der Smartphone-Nutzer besitzt Apple (24 Prozent) die größte Fangemeinde. Android hält mit einem Marktanteil von 30 Prozent die Spitze unter den Smartphone Betriebssystemen in Deutschland, dicht gefolgt von Symbian mit 29 Prozent und iOS mit 23 Prozent.

Die internationale Studie der GfK untersucht, welche Wirkung verschiedene Aspekte wie Markentreue und das Nutzungserlebnis (User Experience) auf die Kaufentscheidung bei einem neuen Smartphone haben. In der Untersuchung zeigen sich klare Unterschiede zwischen den Verbrauchern, die in den fünf größten westeuropäischen Ländern sowie Brasilien, China, Japan und den USA befragt wurden. In Deutschland wird eine Veränderung der Plattform von ähnlich vielen Befragten (zehn Prozent) als sehr schwierig empfunden wie der Wechsel der Hausbank oder des Versicherungsanbieters. Ein knappes Drittel der deutschen Smartphone-Nutzer begründet dies mit der Tatsache, dass sie dann ihre Daten wie Filme, Musik, Bücher und die genutzten Apps auf das neue Betriebssystem übertragen müssten. Im internationalen Vergleich erreicht dieser Aspekt nur 28 Prozent. Der Verlust individuell am Smartphone vorgenommener Einstellungen, dazu zählen eingerichtete Accounts für E-Mail oder Facebook, hält etwas über ein Viertel der deutschen Nutzer vom Modellwechsel ab. Wichtigster Hinderungsgrund für deutsche Smartphone-Nutzer ist jedoch die Markenbindung. Insgesamt 35 Prozent der Befragten geben an, dass sie andere Smartphones einfach nicht mögen. Im internationalen Durchschnitt votieren gerade einmal 18 Prozent für diese Option.

Je intensiver Menschen ihr Smartphone nutzen und durch Installation von Apps auf die eigenen Bedürfnisse hin zuschneiden, umso höher ist die Loyalität. Ab einer Zahl von sieben oder mehr genutzten Apps erreicht die Loyalität international einen Wert von rund 70 Prozent. In Deutschland ist dies immerhin bei 45 Prozent der Smartphone-Nutzer der Fall – und die Deutschen belegen damit im internationalen Vergleich eher einen der hinteren Ränge. Bei Verbrauchern in den USA ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie sieben oder mehr Apps verwenden (61 Prozent), gefolgt von China (56 Prozent) und Brasilien (53 Prozent). Die anderen europäischen Länder bewegen sich in etwa auf dem Niveau von Deutschland: In Frankreich und Italien liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sieben oder mehr Apps im Einsatz sind, bei 46 Prozent, in Spanien bei 43 Prozent und Großbritannien bei 42 Prozent. Auch die Art der genutzten Anwendungen unterscheidet sich im internationalen Vergleich. Deutsche Smartphone Nutzer schauen gegenüber dem Durchschnitt aller Länder seltener Videos, lesen weniger häufig Bücher oder Zeitschriften auf ihrem Telefon und auch bei Spielen sind sie zurückhaltender. Überdurchschnittlich stark wird das Smartphone hierzulande hingegen zur Organisation des Alltags mittels Kalender und ähnlicher Applikationen genutzt.

Ebenfalls untersucht wurden drei zentrale Faktoren der User Experience: Einfachheit, Integration und Content. In Deutschland geben 83 Prozent der Verbraucher an, dass ihnen das Finden und Öffnen von Apps sowie die Navigation auf ihrem Smartphone leicht fällt. Der internationale Durchschnitt liegt bei 72 Prozent. Die Einfachheit hat eine entscheidende Bedeutung für einen möglichen Wechsel des Smartphone-Typs beim nächsten Kauf. Je einfacher den Verbrauchern die Nutzung fällt, umso unwahrscheinlicher wird ein Wechsel des Betriebssystems. Dass die verschiedenen Anwendungen auf ihrem Smartphone reibungslos miteinander funktionieren, also integriert sind, sagen immerhin 77 Prozent der befragten Deutschen. Der globale Vergleichswert liegt bei 71 Prozent. Der Möglichkeit, gleiche Inhalte von verschiedenen Geräten wie Tablet-Computer, PC und Smartphone aus nutzen zu können, messen die Verbraucher hierzulande im Vergleich weniger Bedeutung zu. In Deutschland wird dies von 64 Prozent der Befragten als wichtig erachtet, der internationale Durchschnitt liegt bei 72 Prozent. Dieser Wert steigt mit der Anzahl der genutzten Geräte.

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Die ständigen Meldungen in der Tagespresse zu Fällen der Produkt- und Markenpiraterie machen es schwer, eine Branche zu benennen, die noch nicht davon betroffen ist. Gefälscht wird alles – vom mp3-Player über Kuscheltiere, Lichtschalter und Kfz-Teile bis hin zur Zahnbürste. Deutsche Zollbehörden zogen 2010 rund 2,4 Millionen Plagiate aus dem Verkehr, über 80 Prozent davon stammten aus China oder Hongkong. Europaweit¹ wurden 117 Millionen gefälschte Produkte entdeckt. Und die statistischen Zahlen spiegeln nur die bekannt gewordenen Fälle wider².

Bekämpfungsmaßnahmen

Als Inhaber von Marken-, Urheber- oder anderen Schutzrechten gibt es viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, um Produktpiraten das Handwerk zumindest zu erschweren und die Ermittlungsbehörden bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Das können im Übrigen nicht nur Konzerne leisten, sondern auch Mittelständler. Der Aufwand lohnt sich. Entscheidung für eine aktive Bekämpfung Es mag merkwürdig klingen, jedoch muss auf Geschäftsführungsebene zunächst die Entscheidung getroffen werden, ob man die Produkt- und Markenpiraterie tatsächlich aktiv und nachhaltig bekämpfen möchte. Die Gründe dafür können je nach Branche und finanzieller Lage des Unternehmens vielschichtig sein. Ein Anti-Piracy-Programm aufzubauen, bedeutet nicht nur, eine Investitionsentscheidung zu treffen, sondern auch, langfristig Budget einzuplanen und das Programm konsequent zu betreiben. Es ist ein Irrglaube, dass sich ein solches Programm ohne Weiteres durch Schadensersatzzahlungen der überführten Täter selbst finanzieren würde. Eine Anti-Piracy-Abteilung als ertragsreiches Profitcenter ist eine eher seltene Erscheinung. Äußerst schwer zu kalkulieren, jedoch unbedingt bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen ist, dass ein Anti-Piracy-Engagement und damit verbundener Ermittlungsdruck positive Effekte auf den Gesamtumsatz des Unternehmens haben kann.

Schutzrechte sichern

Die Bekämpfung von Produktpiraterie ist nur dann möglich, wenn die fraglichen Waren rechtlich gegen Nachahmung geschützt sind. Technische Erfindungen können über Gebrauchsmuster und Patente geschützt werden. Das Produktdesign lässt sich über Geschmacksmuster und das Urheberrecht schützen. Unter bestimmten Voraussetzungen wird Produkten auch über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Schutz gegen Nachahmung gewährt. Zudem können für Waren und Dienstleistungen Marken eingetragen werden. Jedes Unternehmen, das Produktpiraterie zu befürchten hat, sollte sich also schon vor der Markteinführung Gedanken über die Schutzrechtsstrategie machen. Hierbei arbeiten die für die Produktentwicklung zuständige Fachabteilung in der Regel mit der Marketing- und Rechtsabteilung sowie externen Anwälten/Patentanwälten zusammen.

Auszug aus der Zeitschrift “security insight” . Den vollständigen Text können Sie bei uns anfordern oder hier runterladen:

http://security-insight.com/pages/zeitschrift/onlinemagazin/branchen/uebersicht.html

 www.security-insight.com

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